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Dienstag, 9. Februar 2010

Als Mann oder Frau leben

Seit einer Weiterbildung zur Gendertrainerin setze ich mich auseinander mit dem Thema "Gender Care". 2 Jjahre lesen, recherchieren liegen hinter mir.

Letzte Woche habe ich mein erstes Seminar zum Thema "Als Mann/ Frau leben- Geschlechtssensible Altenpflege" gehalten. Ein Seniorenheim nah der Stadt Salzburg hat sich bereit erklärt dieses Seminar zu einem vergünstigten Preis einzukaufen, als Probeseminar für mich.

Hier die Ergebnisse7 Erkenntnisse aus diesem Probeseminar:

Ich hatte 14 Teilnehmerinnen, alles Frauen. Wie fast immer bei Gender-Seminaren glauben Männer, daß das Thema sie nicht angehe oder es ginge nur um Frauen und daher wäre das nix für sie. Daher wird es eine Herausforderung für mich sein in Zukunft auch Männer in dieses Seminar zu bekommen.

Das Seminar lief sehr gut! In der Evaluation am Ende des Seminars zeigte sich, daß die Inhalte für die TeilnehmerInnen alle stimmten und kein Thema als überflüssig erlebt wurde. Das Thema wurde von den TeilnehmerInnen grundsätzlich als äußerst wichtig und interessant genannt. Auch mit meinen Methode- es gab viele Gruppenarbeiten- waren die TeilnehmerInnen sehr zufrieden.

Ein Kritikpunkt war die Dauer des Seminars. Die TeilnehmerInnen hätten noch gerne einen halben Tag mehr gehabt, um mehr Beispiele aus der eigenen Praxis diskutieren zu können.

Fazit für mich:
Das Seminar werde ich in Zukunft als 1 tägige und 1,5 tägige Veranstaltung anbieten- die AuftraggeberIn kann damit die "Tiefe" und Praxisorientierung des Seminars mitbestimmen.

Besonders spannend ist das Thema "Seniorenheime müssen männergerechter werden!" - eine meiner großen Inhaltlichen Erkenntnisse, die ich in der Vorbereitung des Seminars erlangt habe. In Deutschland gibts dazu schon Initiativen, in Österreich noch keine.

An dem Thema bleibe ich also dran, es ist wahnsinnig spannend und die Hilflosigkeit in der Praxis ist groß. Ich werde mich daher auf dieses Thema jetzt (auch) spezialisieren, mich weiter einlesen, recherchieren etc.
Bin grad am Überlegen wie ich mich da jetzt gut bewerbe und suche weitere 1-2 Seniorenheime für Probeseminare.

Also, bitte weitersagen, empfehlen.....;-)

Freitag, 15. Januar 2010

Jung und alt unter einem Dach

Wohnen und Leben im Alter. Viele Menschen, auch schon Jüngere so um die 50, machen sich darüber Gedanken, wie und wo sie ihren Lebensabend - auch bei Betreuungsbedürftigkeit- verbringen wollen. Wenn ich in meinem Freundeskreis so lausche oder wenn ich in Internetforen diese Diskussionen verfolge, dann freu ich mich regelmäßig über die bunten Ideen der Menschen.

SeniorInnen-WG als Lösung
Ganz vorne in der Diskussion rangiert die "Alters-WG". Gleichgesinnte teilen sich eine große gemeinsame Wohnung/ ein Haus, helfen sich gegenseitig und entgehen damit auch der Gefahr der Einsamkeit. Ich bin mir sicher in spätestens 15 Jahren, wenn die Generation der BabyBoomer alt wird, werden die selbstorganisierten SeniorInnen-WG´s aus dem Boden spriessen.

Alt- und - Jung-WG?
Dass nicht nur die reine Alters-WG ein Weg ist, sondern auch ein Zusammenleben von Jung und Alt fruchtbar für alle sein kann, zeigt das Beispiel der Generationen-WG Neumargareten/ Wien der ÖJAB.
Studierende und Senioren, die aus sozialen oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr alleine wohnen können oder wollen, leben gemeinsam auf 545 Quadratmetern. Mehr dazu lesen Sie hier

Dienstag, 5. Januar 2010

Besseren Schlaf mit Aromaöl!

Meine Kooperationspartnerin Elisabeth Schmidt , die sich mit der Heilkraft von Pflanzen auseinander setzt, hat mich auf eine hochinteressante Dissertation hingewiesen.
In der wissenschaftlichen Arbeit wurde der Frage nachgegangen, inwieweit sich der Duft von Lavendel und Orange auf das Schlafverhalten, die Stimmungslage und die Lungenfunktion älterer Leute auswirkt. 40 SeniorInnen nahmen an dieser placebokontrollierten Studie teil, deren Ergebnisse ganz klar belegent: Die ätherischen Öle wirken!

Zusammengefasst kam die Verfasserin der Studie – Julia Eidt aus München – zu folgenden Ergebnissen:

Es stellte sich - sowohl bei Lavendelduft wie auch bei Orangenduft- eine deutliche und statistisch hochsignifikante Reduzierung der depressiven Symptome dar.

Unter der Duftexposition reagierten die Teilnehmer mit einer hochsignifikanten Verbesserung der Schlafqualität.

Die Studie im Detail ist hier nachzulesen.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Hand in Hand

Seit bald einem Jahr stellt uns der Photograf Michael Hagedorn Photos für unseren Bölog zur Verfügung. Dieses Mal das Photo der beiden fröhlichen und Hand in Hand gehenden Männer.
Doch was hat es mit der Fröhlichkeit und Nähe der Beiden auf sich?

Hagedorn_Demenz2_216

Michael Hagedorn begleitet mit seiner Kamera seit Jahren Menschen mit Demenz. Er trägt mit seinen Bildern bei zur Enttabuisierung von Demenz.

Zu diesem Bild sagt er:
“Klaus Busch (links) aus Hannover lebt seit mehreren Jahren mit einer Demenzdiagnose und Parkinson. Trotz dieser zweifachen Herausforderung genießt er offensichtlich jeden Augenblick seines Lebens und verbreitet – wie hier beim Spaziergang mit einem ehrenamtlichen Betreuer – viel gute Laune.”

Freitag, 4. Dezember 2009

Multiple-Sklerose-Betroffene berichten aus dem Pflegeheim

Auch die BewohnerInnen entdecken langsam das Internet und berichten von ihren Erfahrungen im Pflegeheim.

Wer hat je davon gehört, dass sich eine Gruppe von Pflegeheimbewohnern zusammentut, um über Ihr Leben im Heim zu berichten? Nein, noch nie gehört?

Tja, jetzt ist es so weit. Eine Gruppe von Multiple-Sklerose-Betroffener hat die Initiative ergriffen und berichtet von ihrem Leben im Pflegeheim.

Mehr dazu unter Offene Plattform

Montag, 30. November 2009

So wird Burnout zum Thema!

Im November habe ich für ein Seniorenheim in Salzburg drei Sensibilisierungs-Seminare zum Thema Burnout gehalten. Alle MitarbeiterInnen aus den Bereichen Pflege, Reinigung, Küche und Verwaltung inklusive aller Führungskräfte haben teilgenommen.

So wurde Burnout in diesem Seniorenheim zum Thema.
So wurde Burnout in diesem Haus aus dem Tabu geholt. Möglich war das nur, weil sowohl die Heimleitung, wie auch der zuständige Gemeindeverband das Thema Burnout wahrnimmt und als wichtig empfindet. Die Führungskräfte in diesem Haus waren in den letzten Monaten immer wieder mit Burnout-gefährdeten MitarbeiterInnen konfrontiert und fühlten sich hilflos. Wie mit dem Thema umgehen? Wie eine vermutete Burnout-Gefahr ansprechen? Wie mit der Abwehr einer betroffenen KollegIn umgehen?
In den Sensibilisierungsseminaren von Care.Consulting wird Burnout zum Thema gemacht. Es werden die Grundlagen von Burnout vermittelt wie Warnsymptome, Risikofaktoren und die Phasen des Burnout. Es geht um private Risikofaktoren und um Energiereserven/ Energiespender im Privatleben. Es wird den Energiespendern im Beruf nachgegangen, den beruflichen Erfolgen. Und es werden strukturelle Probleme in der Einrichtung, die sich negativ auf Energie und Wohlbefinden im Beruf auswirken erhoben.
Das Seniorenheim hat sich entschlossen nach der Sensibilisierung weiter zu arbeiten. Im Jahr 2010 will man die von den MitarbeiterInnen genannten strukturellen Probleme bewerten und angehen. Geplant sind Workshops und Arbeitsgruppen.

Besonders hervorzuheben ist bei dem Projekt der zuständige Gemeindeverband. Es wurden nicht nur die gesamten Kosten- Referentinnenkosten und Arbeitszeit- übernommen. Völlig überraschend hat auch der Bürgermeister an dem Sensibilisierungsseminar zum Teil teilgenommen und so an die MitarbeiterInnen ein wichtiges Signal gerichtet. Großartig!

Ich freue mich auf die Weiterarbeit mit diesem Haus im Jahr 2010.

Sonntag, 1. November 2009

Sturzprävention- Referat zum Download

Hallo an alle KollegInnen aus Tirol,

es war großartig am Tiroler Heimhilfetag! Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und für die Geduld beim Zuhören.
Hier wie versprochen mein Referat "Sturzprävention in der ambulanten Altenbetreuung" zum Download.


Zum Download klicken Sie auf "view in slideshare" und dann auf "get file" und folgen den weiteren Anweisungen.

Beste Grüße und gute Umsetzung!
Sonja Schiff

Dienstag, 6. Oktober 2009

Konfetti im Kopf

Tieren gelingt es, eine Brücke zu Menschen zu bauen, die auf anderem Wege nicht erreichbar sind. Bordercollie Gary machte eine Ausbildung zum Therapiehund und besucht mit seinem Frauchen Eva-Maria Matheas verschiedene Seniorenheime mit Demenzabteilungen im Raum Göppingen, unter anderem 2x die Woche jene gerontopsychiatrische Einrichtung im württembergischen Lorch, in dem ihr Mann Dieter seit Ende 2007 lebt.

Hagedorn_Demenz2211


Alle 3/4 Monate zeigen wir hier auf unserem Blog ein Photo von dem Photografen Michael Hagedorn.
Vor 4 Jahren, nachdem er alle Kontinente mit der Kamera bereist hatte, begab sich Michael Hagedorn auf eine lange Reise in jene faszinierenden anderen Welten, die man Demenz nennt.

Schon bald stellte er sich die Frage, wie er seine "Reiseeindrücke" weiter geben möchte; wie er all jenen Menschen, deren Weg er ein Stück weit mitging eine Stimme geben und diesseits von Klischees und Ängsten ihre Geschichten erzählen könnte.
Die Idee zur Kampagne Konfetti im Kopf war geboren.

Am 23. Oktober findet nach langer Vorarbeit der Auftakt in Berlin statt, weitere Städte werden folgen.

Wir von Care.Consulting gratulieren zu dieser Kampagne! Einfach großartig.

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